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Myonium




Ein Myonium, Symbol Mu, ist ein kurzlebiges, atom-ähnliches Teilchensystem aus einem Antimyon μ+ (positives Myon) als Kern und einem 1s-Elektron e-. Im englischen Sprachraum und gemäß IUPAC wird das Myonium als Muonium bezeichnet [1].

Weil der Bohrsche Radius und die Ionisationsenergie des Myoniums nur um 0,5 % von denen der Wasserstoff-Isotope H, D und T abweichen und die Masse einem Neuntel des Wasserstoffatoms beträgt wird das Myonium auch als superleichtes und radioaktives Isotop des Wasserstoff angesehen.

Myonium entsteht in der Gasphase oder an Festkörperoberflächen durch Elektroneneinfang durch ein positiv geladenes Antimyon und hat eine Lebensdauer von 2,2 μs. Myonium ist auf Grund des ungepaarten Elektrons paramagnetisch.

Die Masse eines Myonium beläuft sich auf 0,1131 mH (H-Atom) bzw. auf 207,77 me (Elektronenmasse).

Zur Nomenklatur siehe: Wasserstoff-Isotope.

 

Hinweise und Quellen

[1] - Muonium:
Definition im IUPAC Gold Book, DOI 10.1351/goldbook.M04069.

[2] - V.W Hughes, et al.:
Formation of Muonium and Observation of its Larmor Precession.
Physical Review Letters, (1960), DOI 10.1103/PhysRevLett.5.63.

[3] - David C. Walker: Muonium:
A light isotope of hydrogen.
The Journal of Physical Chemistry, (1981). DOI 10.1021/j150626a003.

[4] - W.H. Koppenol:
Names for muonium and hydrogen atoms and their ions.
IUPAC Recommendations 2001, Pure and Applied Chemistry 73 (2), 377 - 379, (2001).

[5] - Christopher J. Rhodes:
Muonium - the second radioisotope of hydrogen - and its contribution to free radical chemistry.
Perkin Transactions 2, (2002), DOI 10.1039/B100699L.

[6] - Brodsky, Lebed:
Production of the Smallest QED Atom: True Muonium (μ+μ-).
Physical Review Letters, (2009), DOI 10.1103/PhysRevLett.102.213401.

[7] - Rätselhafter Protonenradius.
Internationales Forscherteam bestätigt mittels Laserspektroskopie an exotischem Wasserstoff unerwartet kleinen Protonenradius.
Internetchemie News, (2013).

 


Kategorie: Chemische Elemente

Aktualisiert am 12. November 2017.




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