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Toxische Verbindungen und pharmazeutische Wirkstoffe sind Potenziale,
die die genetischen Funktionen innerhalb der Zellen beeinträchtigen
und damit Krankheiten verursachen können. Hinzu kommen genetische
Variationen, die das einzelne Individuum mehr oder weniger empfindlich
auf einzelne Substanzen reagieren lassen. Im genannten Bericht wird
dazu das Beispiel der durch vererbte Genvariationen bedingten
Überempfindlichkeit einiger Personen auf häufig verwendete
Pflanzenschutzmittel angeführt, die zu Übelkeit und beeinträchtigter
Muskelfunktion führt.
Durch Anwendung neuer toxikogenomischer Methoden können
Wissenschaftler - lange bevor Krankheitssymptome auftreten - toxische
Mechanismen auf molekularer Ebene aufdecken. Das Wissen über diese
Prozesse wiederum erlaubt die Entwicklung zuverlässiger Testmethoden
zu Potenzial und toxischer Dosis einer Substanz. Gleichzeitig werden
Aussagen über das individuelle Gefährdungspotenzial auf Grund der
genetischen Ausstattung möglich.
Insgesamt fordert der Bericht eine "Human Toxicogenomics Initiative" -
Menschliche Toxikogenetik Initiative, ähnlich dem Human-Genom-Project
-, was weitreichende Anstrengungen in wissenschaftlicher Forschung,
Auswertung und Datenverarbeitung bis hin zur Erfassung persönlicher
genetischer Daten unter Berücksichtigung datenschutzrechtlicher
Bestimmungen erfordert. Eine Grundlage sehen die Herausgeber in den
bereits vorhandenen toxikologischen Daten.
"Wir beginnen gerade erst mit der Erschließung des Potentials
toxikogenomischer Technologien zur Gefährdungsbeurteilung", bemerkt
David Christiani, Vorsitzender des Komitees, das den Bericht verfasst
hat.
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