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Element 112 soll Copernicium heißen

Namensvorschlag zu Ehren des Astronomen Nikolaus Kopernikus.




Abbildung 1 unten: Blick in den 120 Meter langen Linearbeschleuniger des GSI mit dem das chemische Element 112, Namensvorschlag Copernicum, Cp, erzeugt wurde. [Bildquelle: G. Otto, GSI]
GSI Linearbeschleuniger

Das am GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt entdeckte Element 112 soll auf Vorschlag des Entdeckerteams um Professor Sigurd Hofmann den Namen "Copernicium" mit dem chemischen Symbol "Cp" erhalten (Anmerkung: Heute trägt das Element das Symbol Cn). Mit dem Namen soll der Wissenschaftler und Astronom Nikolaus Kopernikus (1473-1543) geehrt werden. Er fand heraus, dass sich die Erde um die Sonne dreht, und war damit ein Wegbereiter unseres modernen Weltbildes.

Das Element 112 wurde vor 13 Jahren von einem internationalen Wissenschaftlerteam an der Beschleunigeranlage des GSI entdeckt. Vor wenigen Wochen hat die dafür zuständige Chemiker-Union IUPAC (International Union of Pure and Applied Chemistry) die Entdeckung offiziell bestätigt. Die offizielle Namensgebung durch die IUPAC erfolgt in etwa sechs Monaten. Die Zeitspanne bis dahin ist vorgesehen, damit der Namensvorschlag "Copernicium" in der wissenschaftlichen Welt diskutiert werden kann.

"Nach der offiziellen Anerkennung unserer Entdeckung durch die IUPAC haben wir, das heißt alle beteiligten Wissenschaftler, uns auf den Namensvorschlag "Copernicium" für Element 112 geeinigt. Damit möchten wir einen herausragenden Wissenschaftler ehren, der unser Weltbild nachhaltig geprägt hat", sagt Sigurd Hofmann, der Leiter des Entdeckerteams.

Kopernikus wurde 1473 in Thorn (Torun) in Polen geboren und starb 1543 in Frauenburg (Frombork). Durch seine astronomischen Arbeiten erkannte er, dass die Planeten um die Sonne kreisen. Damit widerlegte er die bis dahin geltende Meinung, dass die Erde der Mittelpunkt der Welt sei. Diese Erkenntnis war wegbereitend für die Entdeckung der Gravitationskraft, die für die Bewegungen der Planeten verantwortlich ist. Eine weitere Schlussfolgerung war, dass die Sterne unvorstellbar weit entfernt sind und das Universum entsprechend groß ist, da sich ihre Größe und Position am Himmel trotz der Bewegung der Erde nicht verändern. Das neue Weltbild hatte außerdem grundlegende Auswirkungen auf das Selbstverständnis des Menschen in der Theologie und Philosophie, da der Mensch sich nun nicht mehr länger als Mittelpunkt der Welt wahrnehmen konnte.

Das Sonnensystem, in dem die Planeten auf verschiedenen Bahnen um die Sonne im Mittelpunkt kreisen, ist beispielhaft für andere physikalische Systeme. Im Mikrokosmos ist der Aufbau des Atoms vergleichbar, bei dem Elektronen um den Atomkern kreisen, ähnlich wie Planeten um die Sonne. In einem Atom des neuen Elements "Copernicium" kreisen genau 112 Elektronen um den Atomkern.

Das Element 112 ist das schwerste Element im Periodensystem und 277-mal schwerer als Wasserstoff. Es entsteht durch Kernfusion beim Beschuss einer Blei-Folie mit Zink-Ionen. Bereits nach Sekundenbruchteilen zerfällt es wieder und kann nur mit schnellen und empfindlichen Analyseverfahren nachgewiesen werden. An den GSI-Experimenten, die zur Entdeckung von Element 112 führten, waren 21 Wissenschaftler aus Deutschland, Finnland, Russland und der Slowakei beteiligt.

Insgesamt gelang es Wissenschaftlern am Beschleuniger des GSI Helmholtzzentrums seit dem Jahr 1981 sechs chemische Elemente mit den Ordnungszahlen 107 bis 112 zu entdecken. Die Entdecker am GSI durften davon bereits fünf Elementen einen Namen geben: Bohrium für Element 107, Hassium für Element 108, Meitnerium für Element 109, Darmstadtium für Element 110 und Roentgenium für Element 111.

 

Die Helmholtz-Gemeinschaft gibt hierzu bekannt:

Namensvorschlag für Element 112: Copernicum, Cp

Das Element 112 soll den Namen "Copernicium" mit dem chemischen Symbol "Cp" erhalten. Das schlägt das Entdeckerteam um Professor Sigurd Hofmann vor, das bereits 1996 das erste Atom des Elements 112 am Beschleuniger des GSI-Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung nachgewiesen hatte. Offiziell findet die Taufe erst in einigen Monaten statt, nachdem der Namensvorschlag unter Experten diskutiert worden ist und die zuständige Kommission den Namen akzeptiert.

"Damit haben Forscher am Beschleuniger des GSI-Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung seit 1981 sechs chemische Elemente mit den Ordnungszahlen 107 bis 112 entdeckt", sagt Professor Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft. Die Entdecker dürfen den Namen für das neue Element vorschlagen, so haben die GSI-Forscher Element 107 Bohrium genannt, Element 108 Hassium, Meitnerium für Element 109, das Element 110 heißt Darmstadtium und Element 111 Roentgenium.

Bereits im Jahr 1996 entdeckte das internationale Expertenteam um Hofmann das erste Atom des Elements 112 an der Beschleunigeranlage des GSI. Anschließend mussten weitere Beweise erbracht werden, erst vor wenigen Wochen hat die zuständige Chemiker-Union IUPAC (International Union of Pure and Applied Chemistry) die Entdeckung offiziell bestätigt. "Nach der offiziellen Anerkennung unserer Entdeckung durch die IUPAC haben wir uns auf den Namensvorschlag "Copernicium" für Element 112 geeinigt. Damit möchten wir einen herausragenden Wissenschaftler ehren, der unser Weltbild nachhaltig geprägt hat", erklärt Hofmann.

Nikolaus Kopernikus wurde 1473 in Toru? / Thorn in Polen geboren und starb 1543 in Frombork / Frauenburg. Seine astronomischen Berechnungen zeigten, dass die Planeten um die Sonne kreisen und widerlegten die bis dahin geltende Meinung, dass die Erde der Mittelpunkt der Welt sei. Diese Erkenntnis war wegbereitend für die Entdeckung der Gravitationskraft, die die Bewegungen der Planeten bestimmt. Das Sonnensystem, in dem die Planeten auf verschiedenen Bahnen um die Sonne kreisen, ist beispielhaft für andere physikalische Systeme, zum Beispiel das Bohrsche Atommodell, in dem Elektronen um den Atomkern kreisen.

Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie, Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit fast 28.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 16 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 2,8 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des großen Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894).


Zusatzinformationen:

Quelle: Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH, GSI

 


Aktualisiert am 14.07.2009.



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