Menü ausblenden
Menü ausblenden   Internetchemie   |     About   |   Kontakt   |   Impressum   |   Datenschutz   |   Sitemap
Menü ausblenden   Chemie Index   |   Chemie-Lexikon   |   Chemikalien   |   Elemente
Menü ausblenden   Geräte + Instrumente   |  
Menü ausblenden   Jobbörse, Stellenangebote   |  
Menü ausblenden   Crowdfunding Chemie   |     Text veröffentlichen
Home und Neuigkeiten
Chemie A - Z
Produkte, Geräte für Labor und Industrie
Chemikalien und chemische Verbindungen
Stellenbörse für Chemie-Jobs
Impressum, Kontakt
Crowdfunding Chemie

 

Internetchemie

Aktuelle Berichte, Nachrichten und Informationssystem zur Recherche von chemierelevanten Informationen.



Bildung metallischer Leitungsbänder in Elektrolyten

Forscher stellten kryogene Lösungen aus flüssigem Ammoniak mit verschiedenen Konzentrationen von Alkali-Metallen her und untersuchten den Flüssigkeitsstrahl mit weichem Röntgenlicht. Dabei zeigte sich der Übergang von einzelnen Metall-Atomen in Lösung zu einem metallischen Verbund, indem die Farbe der Lösung von blau zu golden wechselte.

Die Lösungen der verschiedenen Alkali-Metalle in flüssigem Ammoniak waren schon Humphrey Davy im Jahre 1808 bekannt und zeigen einen faszinierenden Effekt: Die blass-blaue Farbe dieser Lösungen weist auf solvatisierte Elektronen hin. Ein bronzener Glanz entsteht, wenn die Lösung hoch konzentriert wird: Die solvatisierten Elektronen verschmelzen zu einem metallischen Verbund. Charles Kraus, ein Pionier der Untersuchung dieser Lösungen, stellte fest, dass diese Lösungen eine Verbindung zwischen dem Elektrolyten einerseits und Metallen andererseits darstellen.

Nun haben Wissenschaftler die Niedertemperatur-Röntgenphotoelektronenspektroskopie bei - 60 °C mit Hochleistungssimulationen kombiniert, um die Energetik von Metall-Ammoniak-Lösungen über einen großen Konzentrationsbereich zu studieren und um die überschüssigen Elektronen zu charakterisieren, die aus der stetig zunehmenden Menge an Alkalimetallen stammen: Mit steigender Konzentration wandelt sich ein schmaler Peak bei etwa 2 Elektronenvolt kontinuierlich in ein Band mit einer scharfen Fermi-Kante um, das von einem Plasmon-Peak begleitet wird - charakteristisch für delokalisierte metallische bzw. Di-Elektronen.

Originalartikel - Tillmann Buttersack et al.: Photoelectron spectra of alkali metal-ammonia microjets: From blue electrolyte to bronze metal. In: Science, (2020), DOI 10.1126/science.aaz7607.

 


 

Ein perfluoriertes Phenazin-Ammoniumyl-Radikalkation als Oxidationsmittel

Chemikern der Uni Freiburg ist es gelungen, ein neues und äußerst stabiles perfluoriertes Radikalkation zu erzeugen und zu charakterisieren.

Das neue Reagenz erweist sich als extrem starkes Oxidationsmittel und erlaubt die Synthese von bisher nur schwer beziehungsweise unzugänglicher reaktiver Moleküle in Standard-Laborlösungsmitteln - beispielsweise die Oxidation von Decamethylferrocenium, einer sehr lange bekannten und äußerst stabilen Spezies, zum entsprechenden hochreaktiven Dikation im Beisein von Kohlenmonoxid. Mit dem neu beschriebenen Reagenz können viele Nachteile anderer Oxidationsmittel umgangen werden, da es ausschließlich Elektronen aus dem Substrat aufnimmt und keine weiteren Reaktivitäten zeigt.

Originalartikel - Marcel Schorpp et al.: Synthesis and Application of a Perfluorinated Ammoniumyl Radical Cation as a Very Strong Deelectronator. In: Angewandte Chemie, (2020), DOI 10.1002/ange.202002768, open access.

 


 

Schwarzer Stickstoff

Über ein polymeres Hochdruck-Allotrop des Stickstoffs mit schwarzer Phosphorstruktur.

Die Untersuchung polymerer Stickstoff-Phasen ist für die Grundlagenforschung und für das Design neuartiger Materialien mit hoher Energiedichte von großem Interesse. Die Lasererwärmung von reinem Stickstoff auf 140 GPa in einer Diamantambosszelle führt zur Synthese eines polymeren Stickstoff-Allotrops mit der schwarzen Phosphor-Struktur bp-N. Die Struktur wurde jetzt von Forschern in situ unter Verwendung von Synchrotron-Einkristall-Röntgenbeugung identifiziert und durch Raman-Spektroskopie und Berechnungen der Dichtefunktionaltheorie weiter untersucht. Die Entdeckung von bp-N bringt Stickstoff in Einklang mit den schwereren pnictogenen Elementen - und liefert Einblicke in die Anordnung der Stickstoff-Atome bei extremen Dichten.

Originalartikel - Dominique Laniel et al.: High-Pressure Polymeric Nitrogen Allotrope with the Black Phosphorus Structure. In: Physical Review Letters, (2020), DOI 10.1103/PhysRevLett.124.216001.

 


 

Gefrier-Auftau-Methode zur Herstellung von Edelmetallaerogelen
Neues Verfahren zur Erzeugung von Edelmetallaerogelen für die Elektro- und Photoelektrokatalyse.



Räumliche Struktur der Corona-Polymerase
Die Entschlüsselung der Coronavirus SARS-CoV-2-Polymerase ebnet einen Weg zu neuen Wirkstoff-Kandidaten.



Phagen-Hülle Phagen-Kapsid gegen Grippe

Ein passgenauer Inhibitor verhindert Influenza-Infektion mittels chemisch modifiziertem Kapsid.

Abbildung: Eine Phagenhülle dockt an und inhibiert ein Influenza-Virus. Auf der Virus-Oberfläche befinden sich drei-bindige (trivalente) Rezeptoren, die sogenannten Hämagglutinin Proteine, die an Zuckermoleküle (Sialinsäuren) auf der Oberfläche von Zellen des Lungengewebes binden.

[Bildquelle: Barth van Rossum, FMP]



 

Benzol in Kirschsaft
Aromaforschung für den Verbraucherschutz: Benzaldehydhaltige Aromen können unter Lichteinfluss Benzol entwickeln.

 

Hauptprotease des Coronavirus: Struktur aufgeklärt
SARS-CoV-2-Protease (Mpro, 3CLpro) ist attraktives Wirkstoffziel.



Molekül-Superstruktur Kontrolle großflächiger Molekül-Superstrukturen auf Oberflächen

Kieler Forschende kontrollieren die Größe von Molekül-Superstrukturen auf Oberflächen.

Das Verfahren verspricht nanotechnologische Anwendungen wie die Funktionalisierung von Oberflächen.

Abbildung:

Moleküle auf einer Silberoberfläche haben sich selbstständig zu einer großflächigen Struktur von 45 Nanometern Kantenlänge angeordnet.

[Bildquelle, ©: Manuel Gruber und Torben Jasper-Tönnies]



Coscinodiscus wailesii Laminarin spielt eine große Rolle für die Ökologie der Ozeane

Der Zucker bringt viel Kohlendioxid ins tiefe Meer.

Abbildung:

Coscinodiscus wailesii ist eine Mikroalge, die zur Familie der Kieselalgen gehört, die Algenblüten bilden und erhebliche Mengen an langkettigen Zuckern produzieren.

[Bildquelle: Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie, C. Robb]



 

Masse des Cadmiumisotops Cd-132 bestimmt
Forscher ermitteln, ob und wie sich die sogenannten magischen Zahlen auf die inneren Strukturen der Cadmiumisotope auswirken.

 

Anwendung künstlicher Intelligenz bei der chemischen Synthese
Eine strukturbasierte Plattform nutzt maschinelles Lernen zur Vorhersage der chemischen Reaktivität.

 

Calciumacetat mit Kollagen-Struktur
Das Calciumsalz der Essigsäure, das sich durch Korrosion an einem restaurierten Kunstwerk gebildet hat, besitzt eine aus der Biologie bekannte Struktur.

 

Identifizierung von Uran-Emissionsquellen
Ein neuer atomarer Fingerabdruck zur Identifizierung von radioaktiven Emissionsquellen eignet sich auch ausgezeichnet als Umweltindikator in Meeresströmungen.

 

Neue Methode zur Präzisionsberechnung des Neutronenladungsradius
Wie groß ist das Neutron? Forscher entwickeln neue Methode und vermessen das Neutron des Deuterons.

 

Physik der kutikulären Kohlenwasserstoffe von Insekten
Das Schmelzverhalten erklärt die biologische Funktion der Wachsschicht von Ameisen.

 

Die Logistik des Molekül-Puzzles
Stochastische Ertragskatastrophen und die Robustheit bei der Selbstorganisation von makromolekularen biologischen Molekülen.

 

Alternativen zu Bisphenol A überwiegend hormonell schädlich
Eine neu veröffentlichte Untersuchung des Umweltbundesamtes zeigt, dass nur eine (Pergafast 201) von 44 BPA-Substitutionskandidaten keine hormonähnliche Wirkung zeigt.

 

Industrielle Dosiersysteme für Chemikalien
Technische Systeme für die Dosierung chemischer Substanzen in der Industrie.

 

Umweltindikator Tritium in deutschen Gewässern
Die Bundesanstalt für Gewässerkunde veröffentlicht einen einzigartigen Datensatz zur Umweltradioaktivität.

 

Wasserstoff-Xenon-Fusion Protoneneinfang in astrophysikalischen Szenarien

Forscher untersuchen an Hand der Fusion von Wasserstoff und Xenon, wie schwere Elemente im Universum entstehen.

Abbildung: Erstmals konnte mit Hilfe eines Ionenspeicherrings die Fusion von Wasserstoff und Xenon bei Temperaturen untersucht werden, wie sie bei Sternexplosionen vorkommen.

[Bildquelle: © Mario Weigand, Goethe-Universität]



Lasergesteuerte enantioselektive Synthese Lasergesteuerte enantioselektive Synthese

Laserlicht entscheidet über Händigkeit von Molekülen.

Abbildung: Im Zentrum befindet sich das Modell der Ameisensäure. Der Farb-Code der ihr umgebenden Sphäre zeigt die mittlere Händigkeit der Ameisensäure für jede Richtung aus welcher der Laser kommt. Schießt man von der rechten Seite (rechter Pfeil), so erhält man die rechtshändige Ameisensäure, von der linken Seite, die Linkshändige Ameisensäure. Die beiden chiralen Ameisensäuren spiegeln die gemessene Struktur der Moleküle wider [Bildquelle: © Universität Frankfurt].



Spektroskopie an einzelnen Molekülen Spektroskopie an einzelnen Molekülen

Einzelmolekül-Anregungsemissionsspektroskopie an der Nachweisbarkeits-Grenze.

Abbildung: Prof. Dr. Juergen Hauer und Erstautor Erling Thyrhaug (rechts) mit ihrem Messinstrument.

Im Hintergrund sind die Spektren zu sehen, die mit der neuen Methode aufgenommen wurden.

[Bild ©: A. Battenberg / TUM]



Quallen - Zubereitung Quallen als Delikatesse

Molekulare Prozesse alter und neuer Zubereitungsmethoden für Quallen.

Abbildung: Wissenschaftler der Universität von Süddänemark und des MPI-P haben die molekularen Prozesse bei der Zubereitung von Quallen untersucht ... und neue Methoden der Zubereitung entdeckt.

[Bildquelle: Max-Planck-Institut für Polymerforschung]



Ladungsradien der Calcium-Isotope Ladungsradien protonenreicher Calcium-Isotope vermessen

Ein internationales Wissenschaftler-Team hat erstmals in hochpräzisen Messungen die Radien extrem leichter Calcium-Isotope bestimmt und davon ausgehend die Theorie zur Beschreibung von Isotopenradien deutlich verbessern können.

Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift Nature Physics veröffentlicht und sind grafisch in der nebenstehenden Abbildung dargestellt.

[Bildquelle: © Andrew Miller, NSCL/MSU].



Photochemische Deracemisierung Photokatalytische Deracemisierung von Allenen

Chirale Verbindungen existieren als Enantiomere, die sich wie Bild und Spiegelbild ähneln.

Aufgrund der Bedeutung enantiomerenreiner chiraler Verbindungen, die beispielsweise als pharmazeutische Wirkstoffe dienen, ist die Trennung von Racematen eine obligatorische Prozedur, denn beide haben oft sehr unterschiedliche pharmakologische Eigenschaften - oder eine Variante kann gar toxisch wirken.

Abbildung: Wissenschaftlern gelang die katalytische Deracemisierung chiraler Allene durch die sensibilisierte Anregung der Moleküle mit sichtbarem Licht [Bildquelle: TU München].



Nepetalacton macht Katzen verrückt

Zweistufige Nepetalacton-Biosynthese

Nepetalacton macht Katzen verrückt und bringt Forschern die Erkenntnis einer neuen, zweistufigen Terpen-Synthese.

Kollodialer Cluster

Selbstorganisierte kolloidale Cluster

Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg erforschen das Entstehen komplexer Strukturen durch Selbstorganisation von Partikeln - und entdecken magische Cluster.

Die neuen Erkenntnisse zum Verständnis der Strukturbildung in Clustern veröffentlichten sie in der Fachzeitschrift Nature Communications.

[Bildquelle: FAU/Junwei Wang]

Chemputer

Chemputer - Eine App-gesteuerte Revolution in der Arzneimittelsynthese

Die organische Synthese mit Hilfe einer neu entwickelten chemischen Programmiersprache in einem modularen Robotersystem ermöglicht die Herstellung von medizinischen Wirkstoff-Molekülen wann und wo sie auch immer gebraucht werden.

Abbildung: Der experimentelle Aufbau des so genannten Chemputers, der per Programmcode Wirkstoffe synthetisiert.

[Bildquelle: University of Glasgow]



Erster Doppelaromat synthetisiert

Seit langem postuliert, häufig probiert und nun erstmals gelungen:

Das Hexaselenylbenzol-Kation ist das erste stabile Molekül mit einem aromatischen Ring in einem anderen aromatischen Ringsystem. Derartige doppeltaromatischen Verbindungen sind eine echte chemische Rarität. Forschern gelang die Synthese einer molekularen Struktur, deren doppelte Aromatizität sich in zwei konzentrischen Ringen mit σ- und π-System manifestiert.



Lysin-Abbauweg in E. coli Neues zum Abbauweg der Aminosäure Lysin

Süßer Lysin-Abbau: Konstanzer Wissenschaftler aus den Fachbereichen Chemie und Biologie fanden grundlegend neue Erkenntnisse zum Abbauweg der Aminosäure Lysin - und krebserregende Onkometabolite als Zwischenprodukte:

"Wir dachten, in diesem Bereich sei alles erforscht. Dann ist uns aufgefallen, dass für viele Bakterien nicht bekannt ist, wie Lysin abgebaut wird."

[Bildquelle: Universität Konstanz, Copyright: Jörg Hartig].



Geänderte relative Atommassen

Die IUPAC-Kommission für Isotopen-Häufigkeiten und Atomgewichte (CIAAW) hat die Standard-Atomgewichte von 14 chemischen Elementen modifiziert: Die relativen Atommassen von Argon und Iridium wurden auf der Grundlage neuerer Bestimmungen und Bewertungen terrestrischer Isotopenhäufigkeiten geändert. Bei Argon spiegelt die Zuordnung eines Intervalls für das neue Standardatomgewicht das häufige Auftreten von Schwankungen des Atomgewichtes des Elements in normalen terrestrischen Materialien wider. Überarbeitet wurden die Atomgewichte von Aluminium, Cobalt, Gold, Holmium, Mangan, Niob, Praseodym, Protactinium, Rhodium, Terbium, Thulium und Yttrium. Näheres siehe bei Atommassen unter Fußnote [8].




Ancistrolikokine

Sie sind eine seit etwa 20 Jahren bekannte Stoffklasse und stammen von einer Liane aus dem afrikanischen Urwald.

Aufsehen erregt zur Zeit ein Mitglied dieser Ancistrolikokine genannten Naturstoff-Klasse: Die oben abgebildete Variante E3 ist ein vielversprechender Wirkstoffkanditat im Kampf gegen bestimmte Formen des Pankreas-Karzinoms.

Abgasreinigung in der Halbleiterindustrie

Kosteneffiziente Abgasreinigung in der Halbleiterindustrie

Die wesentlichen Technologien in der Halbleiter- und Photovoltaikindustrie sind die thermische Behandlung (Verbrennung), die Nasswäsche sowie die Trockenbettabsorption an Aktivkohlen oder Granulaten. Um höchste Effizienz hinsichtlich Reinigungsergebnis und Kosten zu erzielen, gilt es, aus diesen Verfahren richtig auszuwählen sowie optimal zu kombinieren. Der Artikel zeigt, dass komplexe Prozesse wie die Silizium-Epitaxie eine technologieoffene Beratung erfordern [Bildquelle: centrotherm clean solutions GmbH & Co. KG].

Samplify XL




Von Liquid Handling bis Feststoffdosierung

Ein Laborautomationssystem führt exakte Dosierungen durch und spart so Materialkosten. Selbst komplexe Vorgänge sind über einfach zu bedienende Software steuerbar.

Abbildung: Der SAMPLIFY XL eignet sich besonders gut für den Einsatz in Hochdurchsatzlaboren, in denen die Probenvorbereitung einen großen Teil der Arbeit einnimmt. Das Laborautomationssystem kann Flüssigkeiten präzise dosieren und lässt sich zudem für Pick-and-Place-Aufgaben nutzen [Bildquelle: nevoLAB GmbH].



Überarbeitet im Chemie-Lexikon:

 


Aktualisiert am 07. Juni 2020.



© 1996 - 2020 Internetchemie ChemLin














Akzeptieren

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahren